Behandlung von Lungenkrebs – Strahlentherapie & ChemotherapieChemotherapie Medikamentöse Behandlung verschiedener Krankheiten (z.B. Krebs, Infektionskrankheiten)

Aufgrund ihrer Entstehung, biologischen Eigenschaften und der unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten werden unterschiedliche Arten von Lungentumoren unterschieden. Zu den häufigsten Lungenkrebsarten gehört mit ca. 75% das nicht-kleinzellige BronchialkarzinomBronchialkarzinom Lungenkrebs, auch NSCLC (Non Small Cell Lung Cancer) genannt. Die restlichen 25% werden zum Großteil durch das kleinzellige, sog. SCLC (Small Cell Lung Cancer), bestimmt. Das NSCLC wird wiederum aufgrund der HistologieHistologie Lehre von den Geweben weiter in Plattenepithel-, Adeno- und das großzellige Bronchialkarzinom unterteilt.

Die Therapiestrategie ist vom Stadium (sog. TNM-Stadium) abhängig. Am Anfang werden dazu diagnostische Untersuchungen durchgeführt. Wenn alle Fragen zur DiagnostikDiagnostik Alle auf die Erkennung einer Krankheit gerichteten Maßnahmen geklärt sind, und sich der Verdacht auf eine Lungenkrebserkrankung bestätigt hat, wird in einer interdisziplinären Fallkonferenz über die Behandlung beratschlagt und entschieden. Am Ende steht einen von vielen Spezialisten vorgeschlagene individuelle, „personalisierte“ Tumortherapie. In der OnkologieOnkologie Lehre von den bösartigen Geschwülsten, Tumoren stehen dazu drei Therapieoptionen zur Wahl, die auch kombiniert werden können: Die Operation, die Strahlentherapie und die Chemotherapie.

Chemotherapie: Bei Lungentumoren wichtig in den meisten Tumorstadien​

Die zytostatische Chemotherapie ist eine der großen Therapiebausteine in der Behandlung von Lungen- und Rippenfellkrebs. Sie kann in fast allen Tumorstadien eingesetzt werden.

Bei welchen Tumoren und in welchen Stadien?

Bei kleinzelligen Lungentumoren (SCLC) ist die Chemotherapie die Basis; Patienten sollten grundsätzlich mit Chemotherapie behandelt werden, da der kleinzelliges TumorTumor Gut- oder bösartige Geschwulst besonders chemotherapie-empfindlich ist.

Beim nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) empfiehlt man die Chemotherapie in frühen Stadien (II, IIIA) nach der Operation als sogenannte adjuvante TherapieTherapie Medizinische Maßnahmen zur Heilung oder Linderung einer Krankheit. Ist der  Tumor fortgeschrittener im Statium III und hat er bereits entfernter gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen, hilft die Chemotherapie in Kombination mit Operation oder Strahlentherapie den Tumor zu verkleinern und das Überleben zu verlängern. Im Stadium IV mit Tumorabsiedelungen in andern Organen wirkt die  Chemotherapie symptomlindernd – hilft, die Lebensqualität zu verbessern und das Überleben zu verlängern.

Auch beim malignen Pleuramesotheliom (MPM), einem häufig Jahrzehnte nach einer Asbestbelastung auftretenden Rippenfellkrebs, kann die Chemotherapie lebensverlängernd und symptomlindernd wirken.
Finden sich im Tumor spezielle Genveränderungen, kann auch eine an der Genveränderung angreifende, sog. zielgerichtete („targeted“) Therapie, meist in Tablettenform, für lange Zeit zu einem Tumoransprechen führen.

Der Begriff Chemotherapie beschreibt die Behandlung bösartiger Tumoren mit chemischen Substanzen, die die Vermehrung der Krebszellen hemmen. Man nennt sie ZytostatikaZytostatika Medikamente für krebskranke Patienten, die z.B. die Zellvermehrung bei bösartigen Tumoren verhindern sollen, abgeleitet von den griechischen Wörtern kytos = Zelle und statikos = zum Stehen bringend.
Besonders Zellen, die sich gerade vermehren und teilen werden hiervon erfasst, weil die Zellteilung durch die Zytostatika gestört wird. Daher wirkt die Chemotherapie besonders gut beim teilungsaktiven, rasch wachsenden kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC), sie ist aber auch beim nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und malignen Pleuramesotheliom (MPM) recht gut wirksam.

Die meist als InfusionInfusion Über die Vene werden dem Körper Flüssigkeiten, Nährstoffe und gelöste Medikamente zugeführt verabreichte zytostatische Chemotherapie verteilt sich über das Blut und erreicht somit den Tumor, falls er gestreut haben sollte, in allen Organen.
Die Behandlung erfolgt in sogenannten Zyklen von ca. drei Wochen, wobei kurze Therapiephasen, meist an den Tagen 1, 2 und 8 mit längeren Therapiepausen abwechseln. In der Behandlungspause kann sich besonders das Blutbild erholen. Wir geben in der Regel 4 bis 6 Chemotherapie-Zyklen.

Je nach zugrunde liegendem Tumor und in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand des Patienten setzen wir verschiedene Chemotherapie-Kombinationen ein. Wir passen die Therapie immer dem Allgemeinzustand und auch dem Therapieerfolg (Ansprechen), den wir regelmäßig unter der Therapie kontrollieren, an.

Ihre Ansprechpartner

Chefärztin Dr. med.
Nicole-Sophie Consdorf
Fachärztin für Strahlentherapie und Diagnostische RadiologieRadiologie m unnötige Röntgenuntersuchungen und damit Strahlenbelastungen zu vermeiden, fragen wir Sie nach früheren Röntgenaufnahmen. Machen Sie uns darauf aufmerksam, wenn solche Untersuchungen vorliegen. Am häufigsten werden übrigens Röntgenaufnahmen des Brustkorbs gemacht, an der sich der gesundheitliche Zustand der Lunge überprüfen lässt. Aber auch Aussagen zum Zustand von Herz, benachbarten Gefäßen, Brustwirbelsäule und der Rippen getroffen werden können., Ärztliche Leitung im MVZ an der Lungenklinik Hemer, Qualitätsmanagerin im Gesundheitswesen und sozialen Einrichtungen, Gesundheitsökonomin, Zertifizierte Technikern in der Medizin
eMail: nicole-sophie.consdorf(at)mvz.lkhemer.de

Sekretariat:
Tel.: +49(0)2372.908-2261

 

Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Wehler PhD
Facharzt für Innere MedizinInnere Medizin Lehre von den Erkrankungen der inneren Organe. Zur inneren Medizin gehören z.B. die Kardiologie (Lehre des Herzens) und die Pneumologie (Lehre von den Erkrankungen der Lunge)., HämatologieHämatologie Lehre vom Blut, von den blutbildenden Organen und ihren Erkrankungen, Onkologie, Hämostaseologie, Pneumologie, Palliativmedizin, Allergologie und Infektiologie
eMail: thomas.wehler(at)lkhemer.de

Sekretariat:
Tel.: +49(0)2372.908-2201

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