Pneumologie – Thorakale OnkologieOnkologie Lehre von den bösartigen Geschwülsten, Tumoren

Einer der drei Schwerpunkte der Pneumologie in der Lungenklinik Hemer ist die thorakale Onkologie; diese beinhaltet die medikamentöse Tumortherapie bei Patienten mit Krebserkrankungen der Lunge und des Rippenfells.

Der Begriff ChemotherapieChemotherapie Medikamentöse Behandlung verschiedener Krankheiten (z.B. Krebs, Infektionskrankheiten) beschreibt die Behandlung bösartiger Tumoren mit chemischen Substanzen, die die Vermehrung der Krebszellen hemmen. Man nennt sie ZytostatikaZytostatika Medikamente für krebskranke Patienten, die z.B. die Zellvermehrung bei bösartigen Tumoren verhindern sollen, abgeleitet von den griechischen Wörtern kytos = Zelle und statikos = zum Stehen bringend. Besonders Zellen, die sich gerade vermehren und teilen werden hiervon erfasst, weil die Zellteilung durch die Zytostatika gestört wird.

In der Regel erfolgt die zytostatische Tumortherapie als Chemotherapie per InfusionInfusion Über die Vene werden dem Körper Flüssigkeiten, Nährstoffe und gelöste Medikamente zugeführt, in Einzelfällen kann die TherapieTherapie Medizinische Maßnahmen zur Heilung oder Linderung einer Krankheit auch als Tablettenbehandlung erfolgen. Wir führen routinemäßig bei allen Patienten, sofern genügend Tumormaterial vorhanden ist, eine Genmutationstestung am Tumorgewebe durch. Falls sich daraus Genveränderungen ergeben, bieten wir eine sog. oder „targeted“ (zielgerichtete) Therapie oder eine Immuntherapie mit modernen Antikörpern an.

Unter der Therapie überprüfen wir regelmäßig die Tumorentwicklung und benutzen dafür alle modernen diagnostischen Verfahren, wie Röntgen, PETPET Untersuchungsmethode der Nuklearmedizin, bei der radioaktive Stoffe für kurze Zeit in spezifischen Organen angereichert werden, um sie bildlich darzustellen, Computertomographie, Kernspintomographie, Bronchoskopie, Thorakoskopie, Lungenfunktions- und  Sauerstoffmessungen.

Chemotherapie: Bei Lungentumoren wichtig in den meisten Tumorstadien​

Bei kleinzelligen Lungentumoren (SCLC) ist die Chemotherapie die Basis; Patienten sollten grundsätzlich mit Chemotherapie behandelt werden, da der kleinzelliges TumorTumor Gut- oder bösartige Geschwulst besonders chemotherapie-empfindlich ist.

Beim nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) empfiehlt man die Chemotherapie in frühen Stadien (II, IIIA) nach der Operation als sogenannte adjuvante Therapie. Ist der  Tumor fortgeschrittener im Statium III und hat er bereits entfernter gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen, hilft die Chemotherapie in Kombination mit Operation oder Strahlentherapie den Tumor zu verkleinern und das Überleben zu verlängern. Im Stadium IV mit Tumorabsiedelungen in andern Organen wirkt die  Chemotherapie symptomlindernd – hilft, die Lebensqualität zu verbessern und das Überleben zu verlängern.

Auch beim malignen Pleuramesotheliom (MPM), einem häufig Jahrzehnte nach einer Asbestbelastung auftretenden Rippenfellkrebs, kann die Chemotherapie lebensverlängernd und symptomlindernd wirken.
Finden sich im Tumor spezielle Genveränderungen, kann auch eine an der Genveränderung angreifende, sog. zielgerichtete („targeted“) Therapie, meist in Tablettenform, für lange Zeit zu einem Tumoransprechen führen.

Gemeinsam mit der Strahlentherapie im Hause können wir sehr zeitnah kombinierte Chemo-Strahlentherapien durchführen.

Wichtig ist auch die palliative Therapie. Im Vordergrund steht die sachgerechte SchmerztherapieSchmerztherapie Die Schmerztherapie ist eine spezialisierte Einrichtung zur ausschließlichen Behandlung von Schmerzen und Schmerzkrankheiten sowie palliativmedizinischer Betreuung. Besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung von Schmerzen, die nicht durch Behandlung der Grunderkrankung gebessert werden können.. Unser Schmerztherapeut besucht Sie bei Bedarf mit täglichen Schmerz-Visiten auf den Stationen. Sollte ein Tumor nicht mehr ausreichend ursächlich behandelbar sein, sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Patienten mit seiner Tumorerkrankung unterstützend zu begleiten und die umorbedingten SymptomeSymptome Beschwerden, Krankheitszeichen wie Luftnot, Schwäche und Ernährungsprobleme zu lindern.

Wir bemühen uns, den gesamten Patienten mit seinen körperlichen und seelischen Problemen im Blick zu behalten. Zur Bewältigung von psycho-sozialen Problemen stehen uns unser Pflegeteam, unser Sozialdienst, unsere Psycho-Onkologen sowie unser Seelsorger zur Seite. Selbstverständlich kooperieren wir bei Bedarf mit anderen Kliniken.

Nach Abschluss der Therapie führen wir auf Wunsch und in Kooperation mit dem Haus- oder Lungenarzt die Nachsorge durch.

 

Studien innerhalb der Onkologie

Im Rahmen der Forschung zur Weiterentwicklung der Therapie der bösartigen Lungentumore nehmen wir an aktuellen klinischen Studien zur Verbesserung der Therapie teil – natürlich nur, wenn der Patient es wünscht. Auf diese Weise können wir schon seit Jahren unsere Patienten sehr früh mit neuen Therapieverfahren behandeln – lange, bevor diese schließlich zur Standardtherapie werden.

Die Lungenklinik Hemer gehört mit zu den großen deutschen Lungenkrebs-Studienzentren. Lesen Sie hier mehr.

Ihr Ansprechpartner

Chefarzt Prof. Dr. med. Thomas Wehler PhD
Facharzt für Innere MedizinInnere Medizin Lehre von den Erkrankungen der inneren Organe. Zur inneren Medizin gehören z.B. die Kardiologie (Lehre des Herzens) und die Pneumologie (Lehre von den Erkrankungen der Lunge)., HämatologieHämatologie Lehre vom Blut, von den blutbildenden Organen und ihren Erkrankungen, Onkologie, Hämostaseologie, Pneumologie, Palliativmedizin, Allergologie und Infektiologie
eMail: thomas.wehler(at)lkhemer.de

Sekretariat:
Tel.: +49(0)2372.908-2201

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