Welt-COPD-Tag am 19. November 2025: DGD Lungenklinik Hemer ruft zu früher Diagnostik und mehr Aufmerksamkeit für Risikofaktoren auf

Jedes Jahr wird von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) zusammen mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen und COPD-Patientengruppen auf der ganzen Welt der Welt-COPD-Tag organisiert.

Der erste Welt-COPD-Tag fand 2002 statt. Mittlerweile ist dieser Tag zu einem der weltweit wichtigsten Veranstaltungen zum Thema „COPD“ geworden.

Ziel: Bewusstsein schaffen und Krankheitslast verringern
Der Aktionstag am 19. November soll die Öffentlichkeit für die COPD sensibilisieren, Wissen vermitteln und dazu beitragen, dass die weltweite Belastung durch COPD verringert wird. In jedem Jahr wählt die Initiative GOLD ein spezielles Thema zum Krankheitsbild der COPD aus, stellt dazu Informationen zusammen und sorgt für deren weltweite Verbreitung.  In diesem Jahr lautet das Thema: „Atemnot? Denken Sie an COPD“. 

COPD – dritthäufigste Todesursache, aber oft unerkannt
Die Kampagne macht darauf aufmerksam, dass COPD weltweit zu den häufigsten Todesursachen gehört, aber dennoch häufig erst spät diagnostiziert wird. Dabei ist die frühzeitige Erkennung entscheidend für den Krankheitsverlauf.
„Viele Menschen ignorieren Symptome wie Atemnot, chronischen Husten oder wiederkehrende Infekte – oft aus Unwissenheit oder Gewohnheit“, erklärt Privatdozent Dr. Michael Westhoff, Chefarzt der Pneumologie und Ärztlicher Direktor der DGD Lungenklinik Hemer. „Wir als ausgewiesene Lungenfachklinik möchten dazu ermutigen, gerade diese Warnsignale ernst zu nehmen.“

Symptome erkennen – Risiko ernst nehmen
Eine COPD sollte insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn folgende Beschwerden auftreten:

  • Atemnot bzw. Luftnot, vor allem bei Belastung
  • Chronischer Husten
  • Auswurf
  • Häufige Infekte der unteren Atemwege

Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauch, Koch- und Heizgase in Innenräumen oder berufliche Schadstoffexpositionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung deutlich.

Frühe Diagnose verbessert die Prognose
„COPD ist eine häufige, vermeidbare und gut behandelbare Erkrankung – vorausgesetzt, sie wird früh erkannt“, betont PD Dr. Westhoff. „Eine rechtzeitige Diagnose und moderne Therapieformen können Symptome lindern, die Lungenfunktion stabilisieren und die Lebensqualität erheblich verbessern. Eine einfache Lungenfunktionsmessung kann bereits entscheidende Hinweise liefern.“
Die Lungenklinik Hemer möchte auch zum diesjährigen Welt-COPD-Tag besonders deutlich machen, wie wichtig Aufmerksamkeit und Vorsorge sind. „Wir sehen täglich, wie sehr frühes Handeln den Krankheitsverlauf beeinflussen kann“, so Dr. Westhoff. „Unser Appell lautet daher: Bei Atemnot immer auch an COPD denken – gerade wenn Risikofaktoren bestehen, ob aktiv oder passiv.“