DGD Kliniken Hemer fordern verlässliche Finanzierung für faire Löhne und stabile Patientenversorgung – Beschäftigte dürfen nicht zu Verlierern der Sparpolitik werden

Beschäftigte der DGD Lungenklinik Hemer zeigen geschlossen den Daumen nach unten zum Sparpaket – als Zeichen gegen Kürzungen und für faire Arbeitsbedingungen sowie eine sichere Patientenversorgung. (Foto: Anja Haak, DGD Kliniken Hemer)

Die Beschäftigten im Krankenhaus leisten täglich Herausragendes für die Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Um diese Qualität auch künftig zu sichern, ist es entscheidend, qualifizierte Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen. Voraussetzung dafür sind wettbewerbsfähige Gehälter und verlässliche Tarifstrukturen. Genau diese Voraussetzung stehen nun durch die Sparpläne der Bundesregierung in Frage.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Ohne sie funktioniert kein Krankenhaus“, erklärt Torsten Schulte, Geschäftsführer der DGD Kliniken Hemer gGmbH. „Doch genau diese Beschäftigten geraten zunehmend unter Druck.“

Hintergrund ist das GKV-Sparpaket der Bundesregierung, das den Krankenhäusern erhebliche finanzielle Mittel entzieht. Besonders kritisch sieht das Krankenhaus den Wegfall des vollständigen Tarifausgleichs. Damit wird es für Kliniken zunehmend schwieriger, steigende Personalkosten zu refinanzieren.

„Krankenhäuser können ihre Preise nicht einfach erhöhen wie andere Branchen. Wenn gleichzeitig die Refinanzierung von Tarifsteigerungen gekürzt wird, entsteht eine gefährliche Lücke“, warnt Barbara Velte, MAV Vorsitzende der DGD Lungenklinik Hemer. „Wie wir diesen Bedingungen künftig faire und notwendige Lohnsteigerungen finanzieren sollen, ist völlig unklar.“ Einschnitte beim Personal wirkten sich sofort auf den noch leistbaren Umfang in der Patientenversorgung aus.

Die DGD Kliniken Hemer appellieren daher in einem Brief an die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises, sich in Berlin für eine verlässliche Finanzierung der Krankenhäuser einzusetzen. Dazu ge

ört vor allem eine vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen. Sie darf nicht in Frage gestellt werden.
„Wer gute Versorgung will, muss auch gute Arbeitsbedingungen ermöglichen“, betont Lina Omairatte, MAV Vorsitzende der DGD Stadtklinik Hemer. „Es darf nicht sein, dass ausgerechnet die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu den Verlierern der aktuellen Sparpolitik werden.“