Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

gerne möchten wir Sie über die nationale Lungenkrebs-Früherkennung des Kompetenznetzwerks Lungenkrebs-Screening Hemer informieren.

Mit der neuen Lungenkrebs-Früherkennung bieten wir Ihnen die Chance, Ihre Gesundheit aktiv zu schützen. Das Lungenkrebs-Screening ist ein strukturiertes Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs bei Risikopatienten. Dabei wird mit einer speziellen, strahlenarmen Computertomographie („Low-Dose-CT“) die Lunge auf kleine Veränderungen untersucht, lange bevor eine Krebserkrankung Symptome verursacht. So kann frühzeitig und gezielt eine Therapie durchgeführt werden. Dieses Angebot an bestimmte Risikogruppen wird seit 01.04.2026 als Leistung der gesetzlichen Kassenversicherung angeboten.
 

Das Angebot richtet sich an Raucherinnen und Raucher oder ehemalige Raucherinnen und Raucher, die ein besonders erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Lungenkrebses aufweisen. Für diese Gruppe kann ein Low-Dose-CT die Chance auf eine frühzeitige Erkennung und damit auch eine erfolgreiche Therapie erheblich verbessern. 

Der Gesetzgeber hat dafür genaue Teilnahmekriterien definiert, die von qualifizierten Hausärzten, Pneumologen oder Arbeitsmedizinern überprüft werden müssen: 

1. Alter: 50-75 Jahre

2. Aktive/r Raucher/in oder Rauchstopp vor weniger, als 10 Jahren

3. Mindestens 25 Jahre geraucht

4. Mindestens 15 Packungsjahre geraucht

5. Keine bekannte Lungenkrebserkrankung

6. Letzte CT-Untersuchung mehr als 12 Monate zurückliegend

7. Keine schwere Vorerkrankung, die eine heilende Therapie ausschließt

Wie viele Jahre habe ich insgesamt geraucht?

Wie viele Packungen habe ich pro Tag im Durchschnitt geraucht?

Jahre x Packungen/Tag = Packungsjahre

Beispiel: 44 Jahre geraucht x 0,5 Packungen pro Tag = 22 Packungsjahre

Lungenkrebs macht im Frühstadium meist keine Beschwerden und wird daher meist spät entdeckt, zu einem Zeitpunkt, an dem eine Heilung häufig nicht mehr möglich ist. Mit dem Low-Dose-CT können bei einigen Patienten Lungenkrebserkrankungen im frühen Stadium entdeckt, und dann z.B. mittels einer Operation oder Bestrahlung, geheilt werden. 

Auf Basis mehrerer großer Studien können damit

5 von 1.000 Frauen  bzw.  6 von 1.000 Männern

vor dem Tod durch Lungenkrebs bewahrt werden. Die Sterblichkeit von Patentiennen und Patienten mit diagnostiziertem Lungenkrebs kann dadurch zwischen 20 und 60 Prozent reduziert werden, da die Diagnose häufiger im frühen Stadium gestellt werden kann.

Das Programm zur Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrigdosis-CT (LDCT) wird vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) – basierend auf zahlreichen wissenschaftlichen Studien – empfohlen.

Die Kosten des Screenings werden für Risikopatientinnen und -patienten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Im Regelfall übernehmen auch die privaten Krankenkassen die Kosten, dies sollte jedoch im Einzelfall nachgefragt, oder geprüft werden.

Für das Screening hat der Gesetzgeber einen fest definierten Ablauf festgelegt:

1. Schritt:  Vorgespräch mit einer zertifizierten Ärztin oder einem Arzt

In einem persönlichen Gespräch, z.B. mit Ihrem qualifizierten Hausarzt oder Pneumologen wird eine Eignungsprüfung für das Lungenkrebs-Screening durchgeführt und dokumentiert (Formular A). Im Wesentlichen werden dabei die o.g. Einschlusskriterien geprüft.

2. Schritt: Terminvereinbarung Radiologie

Mit dem ausgefüllten Formular A vereinbaren Sie einen Termin in einer radiologischen Praxis oder einem radiologischen MVZ mit Zulassung für das Screening mit Low-Dose-CT. Dies kann vorzugsweise in unserem Kompetenznetzwerk Lungenkrebs-Screening Hemer durchgeführt werden. Unsere Kooperationspartner finden Sie im Anhang.

3. Schritt: Low-Dose-CT-Untersuchung

Die Low-Dose-CT-Untersuchung erfolgt ohne Kontrastmittel, ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Die Einstellung der Geräte ist so optimiert, dass nur eine sehr geringe Strahlenbelastung auf sie zu kommt. Die Radiologin/der Radiologe wird Sie in einem Vorgespräch darüber informieren. Bringen Sie unbedingt das Formular A zur Untersuchung mit.

4. Schritt: Auswertung der CT-Untersuchung

Die Auswertung der CT-Untersuchung erfolgt durch geschulte Expertinnen und Experten mit Unterstützung durch eine KI-Software. Ein schriftlicher Befund wird innerhalb von 14 Tagen dem überweisenden Arzt zugeschickt.

Sollte sich bei Ihnen ein Verdacht auf ein Lungenkarzinom ergeben, wird automatisch die Zweitmeinung eines Experten aus unserem Lungenkrebszentrum eingeholt und notwendige weitere Schritte mit Ihnen besprochen. Bei unauffälligem Befund kann die nächste Früherkennungsuntersuchung nach 12 Monaten erfolgen.

Wird im Rahmen des Lungenkrebs-Screenings eine Auffälligkeit festgestellt, bedeutet dies zunächst nicht automatisch eine Krebserkrankung. In vielen Fällen handelt es sich um gutartige Veränderungen. Dennoch ist eine weiterführende Abklärung wichtig, um die Ursache sicher zu klären.

Je nach Befund empfehlen wir zusätzliche Untersuchungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die sogenannte Bronchoskopie (Lungenspiegelung), bei der die Atemwege mit einem dünnen Instrument untersucht und – falls erforderlich – Gewebeproben entnommen werden können. Diese Untersuchung ist ein etabliertes und schonendes Verfahren zur weiteren Diagnostik von Auffälligkeiten in der Lunge.

In unserer Klinik setzen wir dabei moderne, minimalinvasive Verfahren ein, wie die roboterassistierte Bronchoskopie. Diese ermöglicht es, auch sehr kleine oder ungünstig gelegene Veränderungen in der Lunge präzise zu erreichen und gezielt Gewebeproben zu entnehmen. Dadurch kann die Diagnostik besonders schonend und zuverlässig erfolgen. 

Sprechen Sie für eine weiterführende Abklärung umgehend mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen, wenn erforderlich, eine Einweisung ausstellen.

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Mo-Fr 8-15.30 Uhr
Telefon: +49 2372 908-2124
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MVZ Radiologie an der Lungenklinik Hemer
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Terminanfrage per E-Mail: termine.mvz@lkhemer.de

 

Radiologie Iserlohn Menden
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Quartz Westfalen MVZ GmbH
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