Welt-Nichtrauchertag 2026: DGD Lungenklinik Hemer warnt vor neuen Nikotinprodukten und fordert stärkere Prävention

„Wir sind rauchfrei“ – Prof. Dr. med. Kaid Darwiche, Chefarzt der Pneumologie an der DGD Lungenklinik Hemer, unterstützt zum Welt-Nichtrauchertag das Bewusstsein für ein gesundes und rauchfreies Leben. (Foto Anja Haak, DGD Lungenklinik Hemer)

um diesjährigen Welt-Nichtrauchertag unter dem Motto „Den Reiz entlarven – Nikotin- und Tabakabhängigkeit bekämpfen“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rücken die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums erneut in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Rauchen bleibt weltweit die führende vermeidbare Todesursache und verursacht schwerwiegende Erkrankungen von Herz, Lunge und Gefäßen.

Zunehmende Herausforderung durch E-Zigaretten und Lifestyle-Produkte
Als besonders besorgniserregend bewertet Prof. Dr. Kaid Darwiche, Chefarzt der Pneumologie an der DGD Lungenklinik Hemer, die zunehmende Entwicklung bei Jugendlichen: „Durch gezieltes Marketing sowie neue nikotinhaltige Produkte wie E-Zigaretten oder andere nikotinhaltige Lifestyle-Produkte seitens der Industrie werden junge Menschen zunehmend an die Nikotinabhängigkeit herangeführt. Fast jedes vierte Schulkind der Klassenstufe 5-10 hat schon einmal eine E-Zigarette probiert. Sieben Prozent benutzen sie regelmäßig."

Diese Entwicklungen erschweren die Prävention erheblich und erfordern eine konsequentere gesundheitspolitische Antwort. Fachverbände und Lungenkliniken, wie die Hemeraner Lungenfachklinik fordern daher:

  • strengere gesetzliche Regulierungen nikotinhaltiger Produkte,
  • umfassende Aufklärungskampagnen insbesondere für Jugendliche,
  • besseren Zugang zu professionellen Entwöhnungsangeboten sowie
  • eine deutliche Intensivierung gesundheitspolitischer Maßnahmen.

„Das Ziel muss sein, die Rauchprävalenz in Deutschland langfristig auf das Niveau anderer europäischer Länder zu senken“, so Prof. Darwiche.

„Jeder Rauchstopp zählt“
Prof. Darwiche betont zudem die Bedeutung konsequenter Prävention und Unterstützung beim Rauchstopp: „Nikotinabhängigkeit beginnt oft schleichend und wird durch neue Produkte gezielt verharmlost. Wir sehen in der klinischen Praxis jedoch weiterhin die gravierenden gesundheitlichen Folgen. Jeder Rauchstopp – unabhängig vom Alter oder der bisherigen Rauchdauer – ist ein entscheidender Gewinn für die Gesundheit und kann Erkrankungen verhindern oder deren Verlauf deutlich verbessern.“

Unterstützung bei der Raucherentwöhnung
Die Lungenklinik Hemer bietet ein strukturiertes Programm zur Raucherentwöhnung sowie medizinisch begleitete Unterstützung für Betroffene an. „Wir möchten Menschen auf dem Weg in ein nikotinfreies Leben nachhaltig zu begleiten – mit individueller Beratung, therapeutischen Angeboten und langfristiger Betreuung“, betont Prof. Darwiche.

Der Welt-Nichtrauchertag erinnert eindringlich daran: Rauchen bleibt ein erhebliches Gesundheitsrisiko, das konsequentes Handeln erfordert. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass Prävention und Entwöhnung wirksam sind – und jeder einzelne Rauchstopp einen wichtigen Beitrag zu einer gesünderen, rauchfreien Zukunft leistet.