DGD Lungenklinik Hemer: Tuberkulose bleibt trotz moderner Medizin eine globale Herausforderung

Das Team der Infektionsstation der DGD Lungenklinik Hemer im gemeinsamen Befundgespräch (v.l.): Prof. Dr. med. Kaid Darwiche (Chefarzt der Pneumologie), Giovanni Tumino (Pflegefachkraft), Marta Garcia-Vidal (Oberärztin der Pneumologie) und Susanne Sommerfeldt (Stationsleitung) besprechen einen Tuberkulose-Fall. (Foto: Anja Haak, DGD Lungenklinik Hemer)

Am Welttuberkulosetag am 24. März erinnert die DGD Lungenklinik Hemer daran, wie wichtig Früherkennung, Therapie und Prävention sind – sowohl weltweit als auch in Deutschland.

Am 24. März 1882 entdeckte Robert Koch den Tuberkulose-Erreger – ein Meilenstein der Medizin.

Noch immer eine ernsthafte Bedrohung
Heute ist Tuberkulose (TB) weltweit nach wie vor eine der häufigsten Infektionskrankheiten und zählt zu den häufigsten Todesursachen. Auch in Deutschland bleibt die Krankheit relevant: Jährlich werden etwa 5000 Fälle registriert, darunter zunehmend resistente Erreger. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, in beengten Wohnverhältnissen oder mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung. Zunehmend rücken zudem Lungenfunktionsstörungen nach narbiger Abheilung einer Tuberkulose in den Fokus.

Früherkennung und Therapie entscheidend
„In der Lungenklinik Hemer, unserem spezialisierten Zentrum für Lungen- und Atemwegserkrankungen, können Patientinnen und Patienten dank unserer umfassenden Fachkompetenz und langjährigen Erfahrung nach den aktuellen Leitlinien behandelt werden“, erklärt Professor Kaid Darwiche, Chefarzt der Pneumologie. „Dabei profitieren sie sowohl von den neuesten Therapieoptionen als auch von modernen diagnostischen Verfahren mit besonders hoher Empfindlichkeit – ein Fortschritt, der frühzeitige Erkennung und gezielte Behandlung deutlich erleichtert.“
Lungenzentren wie die DGD Lungenklinik Hemer gewährleisten eine effektive Therapie, doch die Bekämpfung von Tuberkulose gelingt nur durch eine starke öffentliche Gesundheitsvorsorge, internationale Zusammenarbeit, einen verbesserten Zugang zur Versorgung und kontinuierliche Forschung.

Welttuberkulosetag 2026: Aufruf zum Handeln
Das offizielle Thema des Welttuberkulosetags 2026 lautet: „Ja! Wir können TB beenden!“ – ein mutiger Aufruf zum Handeln und eine Botschaft der Hoffnung. Es zeigt, dass es möglich ist, die Tuberkulose-Epidemie wieder unter Kontrolle zu bringen, selbst in einem herausfordernden globalen Umfeld.

„Von den Ländern geführt. Von den Menschen angetrieben.“
Mit entschlossenem Engagement der Länder, verstärkten nationalen und internationalen Investitionen, schneller Umsetzung neuer Empfehlungen und Innovationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), beschleunigten Maßnahmen und starker sektorenübergreifender Zusammenarbeit ist die Beendigung der Tuberkulose nicht nur ein erstrebenswertes Ziel – sie ist erreichbar.

Der Welttuberkulosetag erinnert daher nicht nur an eine historische wissenschaftliche Entdeckung, sondern ist auch ein Appell, die Bekämpfung dieser weiterhin relevanten Infektionskrankheit entschlossen voranzutreiben.