Lungenklinik Hemer

Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie

fachlich kompetent –
    christlich engagiert

Die DGD-Kliniken sind ein christlicher Klinikverbund, der den einzelnen Patienten als Menschen in den Mittelpunkt seines Handelns stellt und zugleich eine medizinische und pflegerische Versorgung auf höchstem Qualitätsniveau sicherstellt.

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20.02.2020

Weaningzentrum der Lungenklinik Hemer erneut erfolgreich zertifiziert

(Foto: Anja Haak Lungenklinik Hemer)

Optimale Versorgung für Patienten im Hemeraner Weaningzentrum

Das Weaningzentrum der Lungenklinik Hemer ist erneut erfolgreich von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zertifiziert worden. Es ist damit eines der wenigen Zentren, die diese Zertifizierung bereits zum vierten Mal durchlaufen haben. Dabei werden sowohl Strukturvoraussetzungen wie das Vorhalten von ausreichend und unterschiedlichen Beatmungsgeräten, regelmäßige Anwendung von Physiotherapie und Logopädie, die Gewährleistung einer intensiven pflegerischen und ärztlichen Betreuung als auch Prozessabläufe von externen Gutachtern überprüft. Hier konnte das Team der Lungenklinik um Chefarzt Dr. med. Michael Westhoff und Oberärztin Dr. med. Ursula Kreppein, sowie der pflegerischen Leitung Alexander Perlowsky erneut absolut überzeugen. 

Das sog.
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Weaning
ist bei der Versorgung beatmungspflichtiger Patienten von zunehmender Bedeutung. So können manche Patienten mit einer Atmungsunterstützung durch entsprechende Geräte nicht zeitnah wieder von der Beatmung getrennt werden und benötigen über längere Zeit diese sog. invasive Unterstützung ihrer Atmung. Dies kann die Folge vorbestehender Lungenerkrankungen, aber auch durch einen langen intensivmedizinischen Verlauf mit Beeinträchtigung der Atemmuskulatur und/oder der Lunge verursacht sein. Der Versuch, den Patienten wieder von der invasiven Beatmung zu trennen, wird als „Weaning“ bezeichnet. „Leider nimmt die Zahl der außerklinisch invasiv Beatmeten, also von Patienten, die über einen Luftröhrenschnitt zuhause oder in einer speziellen Pflegeinrichtung beatmet werden, weiterhin zu. Dies stellt eine erhebliche gesundheitsökonomische Belastung dar und führt zu einem weiteren Bedarf an Pflegekräften. Von daher sollte, wo es angezeigt ist, auf jeden Fall ein Weaningversuch in einem Weaningszentrum unternommen werden. Allein schon, um vielleicht die Lebensqualität der Patienten langfristig erhöhen zu können.“, so Dr. Westhoff, Chefarzt der Pneumologie. 

Im Rahmen der Intensiv-, Beatmungs- und Schlafmedizin hat sich deshalb das Weaningzentrum der Lungenklinik Hemer auf das „prolongierte Weaning“, d.h. das
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Weaning
langzeitbeatmeter Patienten spezialisiert. So wurde das Hemeraner Weaningzentrum schon vor mehr als 12 Jahren als eines der ersten in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) zertifiziert. In Weaningzentren gelingt es mittlerweile, etwa 60 % der Patienten im prolongierten
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Weaning
von der Atmungsunterstützung zu trennen. 

Umso wichtiger ist es nach Aussage von Dr. Westhoff, dass in spezialisierten Zentren bei langzeitbeatmeten Patienten ein derartiger Versuch unternommen wird. Um dies zu erreichen, kümmert sich ein interdisziplinäres Team, bestehend aus Ärzten, Atmungstherapeuten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden und dem Sozialdienst um die Patienten. Weiterhin werden bei Bedarf andere medizinische Fachdisziplinen in die Behandlung mit einbezogen. Psychische Betreuung mit Einbindung der Angehörigen, frühzeitiges Sprechen und eine ausreichende Nahrungsaufnahme finden besondere Berücksichtigung. Auch bei der geplanten Entlassung aus dem Weaningzentrum kümmert sich das Team, insbesondere der Sozialdienst, um eine entsprechende weitere nahtlose Versorgung, sei es zuhause oder in einer anschließenden Rehabilitation.


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